Engagement – Wirtschaftsstandort – Sicherung der Zuwegung
Unter dem Leitgedanken „Kommen Sie auf Schloss Heiligenberg – kommen Sie ins Gespräch mit dem Ehrenamt“ kamen am 15. Januar 2026 auf Schloss Heiligenberg Vertreterinnen und Vertreter aus Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik mit den ehrenamtlich Engagierten der Stiftung Heiligenberg Jugenheim zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand neben der Vorstellung der Stiftungsarbeit die Frage, wie die Zukunft des Schlosses konkret gesichert werden kann.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Dr. Dietmar Oeter begrüßte Staatsministerin Heike Hoffmann, MdL Ina Dürr, MdL Bijan Kaffenberger, die Landräte Klaus-Peter Schellhaas und Christian Engelhardt, die Vorsitzende des Kreistages Dagmar Wucherpfennig, Bürgermeisterin Birgit Kannegießer sowie Katja Ebert, Samuel Foschum, Ralph Konrad, Max Panhans und Walter Sydow von der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim. Oeter machte deutlich, dass die Stiftung seit fast zwei Jahrzehnten erfolgreich Verantwortung für ein landeseigenes Kulturdenkmal übernimmt – getragen von ehrenamtlichem Engagement und einer eigenständig erarbeiteten wirtschaftlichen Grundlage. Diese Leistungsfähigkeit stoße jedoch dort an ihre Grenzen, wo grundlegende infrastrukturelle Voraussetzungen nicht gesichert seien.
Als zentrale Zukunftsfrage wurde die dauerhafte Sicherstellung der Zufahrt sowie einer zweiten Zuwegung zum Schloss Heiligenberg benannt. Eine verlässliche Erreichbarkeit ist unabdingbare Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb, für kulturelle Angebote, für Arbeitsplätze sowie für die öffentliche Nutzung des Schlosses. Ohne eine gesicherte Zuwegung ist der Fortbestand der Stiftungsarbeit insgesamt gefährdet.
Landrat Klaus-Peter Schellhaas, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung, richtete daher einen klaren Appell an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung. Er forderte sie ausdrücklich auf, die Stiftung bei der Sicherstellung der Zufahrt und bei der Realisierung einer zweiten Zuwegung aktiv zu unterstützen und die hierfür notwendigen politischen und verwaltungsseitigen Entscheidungen zügig voranzubringen.
Die Teilnehmenden erhielten im Verlauf der Veranstaltung einen umfassenden Einblick in die besondere Struktur der Stiftung, die Denkmalpflege, Kulturarbeit und wirtschaftliche Verantwortung in einzigartiger Weise verbindet. Getragen von über 30 Ehrenamtlichen hat sich Schloss Heiligenberg zu einem überregional anerkannten Kultur- und Begegnungsort sowie zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort für die Gemeinde Seeheim-Jugenheim entwickelt.
Im abschließenden Austausch wurde deutlich, dass die Sicherung der Zuwegung nicht allein eine technische Frage ist, sondern eine politische Verantwortung für den Erhalt eines landeseigenen Kulturdenkmals. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung signalisierten ihre Bereitschaft, den begonnenen Dialog fortzusetzen und tragfähige Lösungen gemeinsam zu erarbeiten.
